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Gemeinsamer Streiktag im Einzel- und Groß- und Außenhandel NRW:

Gemeinsamer Streiktag im Einzel- und Groß- und Außenhandel NRW:

24.06.2021

Nachdem die Verhandlungen im nordrhein-westfälischen Einzelhandel am Dienstag (22.6.) erneut ergebnislos vertagt wurden, ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di NRW) nun am Donnerstag (24.6.) ganztägig zum Streik auf. Beschäftigte des Einzelhandels kommen gemeinsam mit Streikenden des Groß- und Außenhandels, die vor der Verhandlungsrunde am kommenden Montag ein Zeichen setzen wollen, ab 11 Uhr am Bochumer Bergbaumuseum zusammen. Am Bergbaumuseum wird neben Verhandlungsführerin Silke Zimmer auch ver.di Landesleiterin Gabriele Schmidt erwartet.

„Die bisherigen Angebote der Arbeitgeber sind unverschämt und inakzeptabel“, erklärte Verhandlungsführerin Silke Zimmer. „Die Beschäftigten des Handels haben unermüdlich und unter Einsatz ihrer Gesundheit gearbeitet, um die Bevölkerung auch in der Pandemie zu versorgen. Während Kolleginnen und Kollegen im Einzelhandel neben ihrer belastenden Arbeit und dem ständigen Ansteckungsrisiko Klopapier rationieren mussten und dafür persönlich angegriffen wurden, haben die Beschäftigten im Großhandel fortlaufend sichergestellt, dass die Regale in den Supermärkten gefüllt werden konnten oder der Impfstoff und die Medikamente an die Apotheken geliefert wurden.“ Auch das Argument der wirtschaftlich schwierigen Zeiten lasse die Gewerkschafterin nicht gelten. „Beide Teilbranchen haben trotz Krise sehr gut gewirtschaftet und ein enormes Umsatzplus erreicht.“ Die Umsätze im Groß- und Außenhandel sind trotz Pandemie real um 1,8 Prozent gestiegen. Der Einzelhandel verzeichnet den höchsten Umsatzanstieg seit über 20 Jahren.

An der Kundgebung beteiligen sich auch Beschäftigte aus Betrieben ohne Tarifbindung. Seit der Aufkündigung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge in beiden Branchen vor mehr als 20 Jahren, erodiert die Tarifbindung in Deutschland mehr und mehr. Inzwischen sind im Einzelhandel noch knapp 30 Prozent der Beschäftigten in tarifgebundenen Betrieben beschäftigt. Im Groß- und Außenhandel sind es etwas mehr als 34 Prozent. „Nur Tarifverträge bieten einen sicheren Schutz vor Armut in Arbeit und im Alter. Dafür kämpfen die Beschäftigten und fordern die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge in beiden Branchen“, so ver.di-Landesleiterin Gabriele Schmidt.

ver.di fordert in beiden Branchen 4,5 Prozent und 45 Euro mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütung bei einer Laufzeit von 12 Monaten, sowie die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge. Im Einzelhandel fordert ver.di außerdem ein Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde.

Die dritte Verhandlungsrunde im Groß- und Außenhandel findet am 28. Juni statt. Die vierte Verhandlungsrunde im Einzelhandel ist für den 8. Juli vereinbart.

Kontakt: Daniela Arndt - 01515 7117537

  • Ostwestfalen: GAH - Ursula Jacob-Reisinger: 0170 6360559, EH - Nina Begemann: 0151 51136644
  • Münsterland: Gaby Beuing: 0160 8804482
  • Mittleres Ruhrgebiet (Kreis Recklinghausen, Bochum, Gelsenkirchen): GAH Michael Sievers: 0171 3072309, EH Azad Tarhan: 0175 6903967
  • Westfalen (Dortmund, Hochsauerlandkreis, Hamm, Unna): EH Karsten Rupprecht: 0151 40191676, GAH Ortwin Auner: 0170 9274309
  • Duisburg Niederrhein: Martin Petig: 0160 90142855
  • Südwestfalen: Monika Grothe: 0170 4146619
  • Düssel-Rhein-Wupper: GAH Robert Puleski: 0170 6380770, EH Miriam Jürgens: 0171 8693589
  • Aachen/Düren/Erft und Köln-Bonn-Leverkusen: EH Jana Zorn: 0151 64934111, GAH Kathrin Andreev: 0151 17787412
  • Linker Niederrhein. GAH und EH: Guido Meinberger: 0171 5665580, Tim Schmidt: 0160 99480374

Pressekontakt

Silke Zimmer Leitung Landesfachbereich Handel NRW
Karlstraße 123-127
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