Tarifrunde Handel

Rewe-Aktionswoche: Wertschätzung sieht anders aus

Pressemitteilung vom 06.03.2024

Im Rahmen der stockenden Tarifverhandlungen im Einzelhandel sowie im Groß- und Außenhandel ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in NRW in der laufenden Woche erneut zu einer Rewe-Aktionswoche auf. ver.di bittet vor zahlreichen Rewe Filialen Kundinnen und Kunden mit der Aktion ‚Mein Herz schlägt für die Beschäftigten im Handel‘ um Unterstützung in dem seit zehn Monaten andauerndem Tarifkonflikt. Per QR-Code bestehe laut ver.di die Möglichkeit, sich unterstützend per Mail an den Verhandlungsführer der Arbeitgeber zu wenden. Darüber hinaus sind erneut landesweit Beschäftigte beider Branchen zu Streiks aufgerufen.

Rewe ist das zweitgrößte Handelsunternehmen in Deutschland. Laut der Verhandlungsführerin für den Einzelhandel sowie den Groß- und Außenhandel in NRW, Henrike Eickholt, blockiere Rewe in beiden Branchen nachhaltige und tabellenwirksame Tarifabschlüsse für die Beschäftigten.

 

„Aus diesem Grund haben wir nun bundesweit eine Rewe Aktions- und Streikwoche gestartet. Mehrere tausend Beschäftigte werden allein in dieser Woche in NRW zum Streik aufgerufen und die Rewe-Filialen mit ihren Besuchen beglücken. Wir geben keine Ruhe und kämpfen weiter für nachhaltige Erhöhungen. Die bisherigen Aktionen zeigen, dass es eine hohe Solidarität in der Bevölkerung gibt“, so Eickholt weiter.

Henrike Eickholt, Verhandlungsführerin Tarifrunde Handel in NRW

Am 5. März werden Streikdelegationen aus den Regionen, vor dem Arbeitgeberver- band des Groß- und Außenhandels in Gelsenkirchen, Unternehmensvertreterinnen und -vertreter begrüßen. Diese sollen am morgigen Dienstag zum Thema Wertschätzung qualifiziert und geschult werden. Die wichtigste Grundlage für Wertschätzung, so Henrike Eickholt, sei die Zahlung tarifvertraglich geregelter, nachhaltiger Entgelte, die nicht nur zum Überleben, sondern auch zum Leben reichten.

Zu den Forderungen:

ver.di fordert in der Tarifrunde 2023 im Einzelhandel NRW 2,50 Euro mehr Gehalt und Lohn pro Stunde. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 250 Euro angehoben werden. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 12 Monate betragen. Darüber hinaus fordert die Gewerkschaft ein Mindeststundenentgelt von 13,50 Euro.

Im Groß- und Außenhandel NRW fordert ver.di eine Erhöhung der Entgelte von 13 Prozent, mindestens aber 400 Euro. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 250 Euro angehoben werden. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 12 Monate betragen.

Veranstaltungshinweis:
Die Kundgebung findet ab ca. 8:30 Uhr vor der Zeppelinallee 51, 45883 Gelsenkirchen statt.

Pressekontakte vor Ort:

  • Ansprechpartner in Gelsenkirchen: Azad Tarhan, 0175 6903967
  • ver.di Bezirk Duisburg Niederrhein: Martin Petig, 0160 901142855
  • ver.di Bezirk Linker Niederrhein: Guido Meinberger, 0171 5665580
  • ver.di Bezirke Mittleres Ruhrgebiet & Münsterland: Michael Sievers, 0171 3072309
  • ver.di Bezirk Westfalen: Karsten Rupprecht, 0151 40191676
  • ver.di Bezirk Düssel-Rhein-Wupper: Miriam Jürgens, 0171 8693589
  • ver.di Bezirk Ruhr-West: Kay Lipka, 0151 14269102
  • ver.di Bezirk Ostwestfalen-Lippe: Sarah Bauer, 01514 6391132
  • ver.di Bezirke Köln-Bonn-Leverkusen & Aachen/Düren/Erft: Özcan Özdemir, 0151 17481943
  • ver.di Bezirk Südwestfalen: Monika Grothe, 0170 4146619