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Tarifkonflikt im Handel spitzt sich zu:

Tarifkonflikt im Handel spitzt sich zu:

07.09.2021

Nachdem die Tarifverhandlungen im Einzelhandel am vergangenen Mittwoch (1.9.) in fünfter Runde erneut ergebnislos beendet wurden, ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) am Donnerstag (9.9.) ganztägig zu landesweiten Streiks in beiden Handelsbranchen auf. Im Vorfeld der Verhandlungen am Freitag (10.9.) wollen auch Beschäftigte des Groß- und Außenhandels erneut den Druck erhöhen. Zur Kundgebung in Dortmund werden neben Streikenden aus rund 160 Betrieben auch ver.di-Verhandlungsführerin Silke Zimmer und Norbert Walter-Borjans (SPD) erwartet.

„Die Beschäftigten beider Branchen sind stinksauer. Im Einzelhandel wurden die Verhandlungen in der letzten Woche beendet, weil die Arbeitgeber uns nur in Trippelschritten entgegengekommen sind. Im Groß- und Außenhandel gibt es seit Mai kein verbessertes Angebot und die zuletzt angesetzte Verhandlung vom 9. Juli hat die Arbeitgeberseite kurzfristig abgesagt“, erklärt ver.di-Verhandlungsführerin Silke Zimmer. „Die Arbeitgeber lassen nicht den Willen erkennen, mit uns zu einer fairen Einigung zu kommen. Stattdessen halten sie die Beschäftigten des Handels seit über vier Monaten hin. Mit den vorliegenden Angeboten sind wir noch immer meilenweit von einem Tarifabschluss entfernt.“

Einzelhandel sowie Groß- und Außenhandel hätten enorme Umsatzzuwächse erwirtschaftet, das skandalöse Verhalten der Arbeitgeber verschärfe aber den Konflikt. „Alle Beschäftigten des Handels, unabhängig davon, in welcher Teilbranche sie arbeiten, haben in der Corona-Pandemie Herausragendes geleistet und tun dies noch immer. Dafür haben sie Respekt und Wertschätzung verdient. All dies muss sich nun endlich auch in einer fairen Bezahlung bemerkbar machen. Die Botschaft für Dortmund ist klar: Das unwürdige Spielen auf Zeit muss ein Ende haben!“, so Zimmer.

ver.di fordert in beiden Branchen 4,5 Prozent und 45 Euro mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütung bei einer Laufzeit von 12 Monaten, sowie die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge. Im Einzelhandel fordert ver.di außerdem ein Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde.

Hinweise für die Redaktionen:

Die Kundgebung beginnt um 11 Uhr auf dem Friedensplatz in Dortmund. Gegen 12 Uhr startet ein Demonstrationszug durch die Dortmunder Innenstadt. Vor Ort stehen Beschäftigte für Statements und O-Töne zur Verfügung.

Aufgerufen sind Betriebe und Filialen von: Kaufland, Marktkauf, Primark, Douglas, Amazon, Esprit, Ikea, Porta Möbel Logistik, H&M, Saturn, TK Maxx, Zara, REWE, Edeka, Schnellkauf Handelsgesellschaft, Smyths Toys, Ratio Marktkauf, Galeria Karstadt Kaufhof, Lidl Lager, real, Sport Scheck, Lekkerland, Stricker, L. Stroetmann, Metro Deutschland, Handelshof C&C, bofrost, Thermo Fisher Scientific, Phoenix Phar- mahandel, Edeka Foodservice, Schüco, Hans Hess, Hoberg und Driesch, Edeka Lager, Wera Werkzeug, Alliance Healthcare, Sanacorp, Ikea D&S, Sonepar, Thyssen Krupp Schulte und Thyssen Krupp Stainless.

Kontakte vor Ort:

  • Essen, Mülheim a.d.R. und Oberhausen: Kay-Guido Lipka 0151 14269102 und Vera Winnemund 0151 14258721
  • Düsseldorf, Wuppertal, Langenfeld und Ratingen: Miriam Jürgens 0171 8693589 und Robert Puleski 01706380770
  • Dortmund, Hamm, Bönen und Kamen: Ortwin Auner 0170 9274309 und Karsten Rupprecht 0151 40191676
  • Köln, Bonn, Aachen, Frechen, Kerpen. Jana Zorn 0151 64934111 und Kathrin Andreev 0151 17787412
  • Ostwestfalen: Nina Begemann 0151 51136644
  • Siegen, Hagen und Freudenberg: Monika Grothe 0170 4146619
  • Bochum Herne, Gelsenkirchen, Recklinghausen und Bottrop: Azad Tarhan 0175 6903967
  • Krefeld, Duisburg, Viersen, Wesel, Neuss, Moers und Mönchengladbach: Guido Meinberger 0171 5665580

Pressekontakt

Silke Zimmer Leitung Landesfachbereich Handel NRW
Karlstraße 123-127
40210 Düsseldorf
E-Mail: silke.zimmer@verdi.de
Tel. 0211 - 61824-376
Fax: 0211.61824-475