Konzern- und Unternehmensdaten

METRO C&C

METRO C&C

Metro Cash & Carry Deutschland

 

Branche

Großhandel (Abhol- und Zustellgroßhandel)

Unternehmenssitz

METRO Deutschland GmbH

Metro-Straße 8, 40235 Düsseldorf

Aus der Firmengeschichte

1964: Gründung der Metro SB-Großmärkte GmbH & Co. KG in Mühlheim/Ruhr.

1967: Franz Haniel & Cie. wird Gesellschafter.

1968: erster Schritt ins Ausland: Partnerschaft mit der niederländischen SHV - Gründung des Tochterunternehmens Makro.

2013: in China wird der 750. Markt eröffnet.

2014: Verkauf der Großmärkte in Vietnam, Rückzug aus Dänemark.

Metro C+C ist heute in 25 Ländern in Europa und Asien vertreten

Neustrukturierung

Durch die Aufspaltung der Metro Group haben sich zwei unabhängige und auf ihr jeweiliges Marktsegment speziali-sierte Konzerne gebildet, die Elektroniksparte (Ceconomy) und die Metro AG (Lebensmittel). Metro Cash & Carry ist eine Marke der Metro AG.

Konzern-Chef

Philippe Palazzi (Metro C+C International)

Deutschland-Chef

Thomas Storck

Wirtschaftliche Kerndaten Metro C+C International (GJ Ende Sep.)

 

GJ 2016/17

GJ 2015/16

Umsatz

29,86 Mrd. Euro

28,9 Mrd. Euro

Mitarbeiter

108.007

107.433

Standorte

763

752

Ebit

1,11 Mrd. Euro

1,04 Mrd. Euro

Wirtschaftliche Kerndaten Metro C+C Deutschland

 

GJ 2016/17

GJ 2015/16

Umsatz

ca. 4,71 Mrd. Euro

ca. 4,7 Mrd. Euro

Mitarbeiter

ca. 14.000

14.656

Standorte

103

106

Anmerkungen & Kommentare

Aktuelles: Der Umsatz konnte im letzten GJ um drei Prozent gesteigert werden. Es gibt aber nach wie vor mehrere "Baustellen", zum einen die bekannten  Probleme im Russland-Geschäft, zudem bleiben Deutschland und die Benelux-Länder weiterhin im Fokus. Hier feilt man seit geraumer Zeit an den Konzepten.

Deutlich zulegen konnte auch im letzten GJ wiederum der Belieferungsgroßhandel (+ 25 Prozent). Mittlerweile beträgt dessen Anteil am Gesamtumsatz bereits 16 Prozent.

Anfang 2018 musste die Metro AG wegen der anhaltenden Probleme im Russland-Geschäft die Ergebnisprognose nach unten korrigieren.

Führungswechsel: Nach der schlechten Russland-Bilanz kam es zu personellen Veränderungen in der Spitze. Pieter Boone musste die Metro verlassen, an seine Stelle rückte im Mai 2018 Philippe Palazzi. Als Chef von Metro Deutschland fungiert seit April 2016 Thomas Storck. Er ist der sechste Deutschland-Chef in 15 Jahren.

Neuausrichtung: Storck will "die Neuasrichtung des schwächelnden Marktführers beschléunigen" (LZ vom 8.6.2018). Das Geschäfft wurde im letzten GJ in drei Cluster unterteilt: HoReCa (Hotels, Restaurants und Caterer), Trader (unabhängige Wiederverkäufer) und SCO (Services, Companies und Offices). Nun will man die Märkte modernisieren, alle Verkaufskanäle vernetzen und ein verbessertes Kundenmanagement durchsetzen. Das neue Vertriebskonzept stellte das Unternehmen unlängst in einem Düsseldorfer C+C-Pilotmarkt vor. In diesem wurde auch das neue Gastro-Format eingebaut.

Metro hat in der Vergangenheit Marktanteile an seinen Hauptkonkurrenten Transgourmet verloren. Dieser hat u.a. im großen Stil in Gastronomie-Formate investiert.

Metro will sich nun mit seiner Neuausrichtung gezielt auf diese Gastronomie-Kunden ausrichten. Dazu wird auch das Eigenmarken-Geschäft entsprechend umgebaut. Das gesamte Unternehmen richtet sich "auf den Profikunden aus der Gastronomie und Hotellerie aus", so Stork (LZ vom 18.5.2018).

Erläuterungen: Ebit = operatives Ergebnis (engl.: „earnings before interest and taxes“/Gewinn vor Zinsen und Steuern); GJ = Geschäftsjahr; LZ = Lebensmittelzeitung.

Siehe auch: Metro AG, Ceconomy AG, Transgourmet

Dr. Jürgen Glaubitz/Juli 2018