Groß- und Außenhandel

Arbeitgeber kommen mit leeren Händen

Kein Angebot!

Erste Verhandlungsrunde im Groß- und Außenhandel

Tarifrunde 2019 Groß- und Außenhandel NRW

Ohne ein Angebot der Arbeitgeber haben am heutigen Montag (29. April) in Düsseldorf die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des nordrhein-westfälischen Groß- und Außenhandels begonnen. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaften (ver.di) fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 6,5 Prozent, mindestens aber 180 Euro bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Auszubildendenvergütungen sollen um 100 Euro steigen. Darüber hinaus wird die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge (AVE) gefordert.

Diese Forderungen hat ver.di mit Hinweis auf die gute wirtschaftliche Entwicklung der Branche begründet. Zudem benötigen die Beschäftigten mehr Geld um die steigenden Lebenshaltungskosten zu finanzieren und um der drohenden Altersarmut etwas entgegenzusetzen.

Die ver.di-Verhandlungsführerin Silke Zimmer zeigte sich enttäuscht: „Seit dem 21. März kennen die Arbeitgeber unsere Forderungen. Trotzdem haben sie es bis heute nicht geschafft, ihrerseits ein tragfähiges Angebot vorzulegen. Dass die Arbeitgeber ohne Angebot in die Verhandlungen gegangen sind, zeugt nicht von Wertschätzung und Respekt für die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen.“

Im nordrhein-westfälischen Groß- und Außenhandel arbeiten 289.277 sozialversicherungspflichtige und 45.878 geringfügig Beschäftigte.

 Die Verhandlungen werden am 23. Mai fortgesetzt.

 

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