Einzelhandel

Entgeltforderung Tarifrunde Einzelhandel: 6,5% mehr für die Kolleginnen …

Forderungsbeschluss Tarifrunde 2019

Entgeltforderung Tarifrunde Einzelhandel: 6,5% mehr für die Kolleginnen und Kollegen in NRW

6,5 % mehr für die Kolleginnen und Kollegen des Einzelhandels

Die gute konjunkturelle Entwicklung und die gute Umsatzentwicklung in der Branche muss endlich auch bei den Kolleginnen und Kollegen auf der Fläche ankommen. Darin waren sich die Mitglieder der Großen Tarifkommission für den Einzelhandel NRW einig. Entsprechend lauteten die Forderungen 6,5 % mehr Gehalt und Lohn für die Kolleginnen und Kollegen sowie als soziale Komponente eine Mindesterhöhung in Höhe von 163 Euro. Für die Auszubildenden soll es 100 Euro mehr geben. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags soll 12 Monate andauern und die Tarifverträge des Einzelhandels sollen endlich allgemeinverbindlich erklärt werden. Damit dem Lohndumping in der Branche ein Riegel vorgeschoben wird.

Die Kolleginnen und Kollegen der Großen Tarifkommission zeigten sich mit dieser Forderung kämpferisch aufgestellt. Dies wird auch notwendig sein, weil die Tarifrunde von zahlreichen Konflikten gleichzeitig geprägt sein wird. Bei Kaufhof, Karstadt und Real kämpfen die Beschäftigten dafür, dass sie nach den Tarifverträgen des Einzelhandels bezahlt werden und ihre Unternehmen ihre Tarifflucht beenden.

Bei Kaufland und Lidl geht es darum, dass die übertariflichen Erhöhungen tariflich abgesichert werden. Bislang handelt es sich um einen reinen „Gnadenakt“ der Unternehmensspitze, der nun auch gesichert werden muss.

Diese Konflikte lassen sich nur mit dem höchsten gewerkschaftlichen Gut gewinnen. Mit der Solidarität der Kolleginnen und Kollegen. Dass sie diese Solidarität in den kommenden Wochen ins Feld führen wollen, hat die Große Tarifkommission heute unmissverständlich deutlich gemacht.