Einzelhandel

Mogelpackung statt Anerkennung der Arbeit

real,-

Mogelpackung statt Anerkennung der Arbeit

Geschäftsführung von real,- bietet Warengutscheine statt existenzsichernde Löhne

Am 4. Dezember 2015 hat die real,- Geschäftsführung verkündet, dass alle Beschäftigten einen freiwilligen Sonderbonus erhalten. Gemessen an den guten Leistungen und der vorenthaltenen Tariferhöhung ist das eine Mogelpackung, so das Fazit von ver.di.

Die Beschäftigten bei real,- bekommen einen Warengutschein in Höhe von 100 Euro (Teilzeitbeschäftigte anteilig). Das soll offenbar beruhigend wirken. Gleichzeitig erhält der Metro-Vorstand Boni-Zahlungen.

Der Warengutschein ist gerade mal bis zum 31.12.2015 gültig. Schon das zeigt, dass nicht Wertschätzung im Vordergrund steht, sondern die Umsatzsteigerung für dieses Jahr. Auch wir wollen Umsatz,  aber über ein nachhaltiges Zukunftskonzept.

Und was gerade noch gefehlt hat: Der Metro-Vorstand erhöht die Dividende für die Aktionäre je Aktie von 90 Cent auf einen Euro.

Das ist ein sattes Plus von 11 Prozent, während dem Verkaufspersonal alleine durch die Nichtweitergabe der Tariferhöhung von 2,5 Prozent für 2015 schon bis zu 59 Euro pro Monat fehlen.

Eine Stange Geld also, wobei die Herren der Geschäftsführung sich ganz sicher nicht vorstellen können, wie man sein Leben von 1.547 Euro netto im Monat (Eckgruppe) bestreitet.

Die Beschäftigten von real,- brauchen existenzsichernde Tarifverträge, die Schutz vor Altersarmut bieten. Einmalzahlungen sind keine Alternative zu Tarifsicherheit. Dazu erwarten die Beschäftigten in der nächsten Verhandlung am 15. Dezember 2015 eine Antwort!

Von uns lebt der Handel! Zusammenhalt ist unsere Kraft – besonders, wenn wir gemeinsam kämpfen!