Einzelhandel

Erste Verhandlungen

Tarifrunde Einzelhandel 2019

Erste Verhandlungsrunde im Einzelhandel ohne Arbeitgeberangebot

Kein Angebot der Arbeitgeber

In der heutigen ersten Verhandlungsrunde für den nordrhein-westfälischen Einzelhandel in Düsseldorf haben die Arbeitgeber kein Angebot unterbreitet.

ver.di-Verhandlungsführerin Silke Zimmer erklärt dazu: „Dem Einzelhandel geht es gut. Selbst der Arbeitgeberverband spricht davon, dass man 2019 im zehnten Jahr in Folge die Umsätze steigern wird. Es ist an der Zeit, dass die Beschäftigten an der guten Entwicklung der Branche beteiligt werden. Dass die Arbeitgeber nun ohne ein erstes Angebot zu den Verhandlungen gekommen sind, zeugt nicht von Respekt und Wertschätzung gegenüber der Arbeit der Beschäftigten.“

Zugleich verweigerten die Arbeitgeber über die Allgemeinverbindlichkeitserklärung (AVE) der Tarifverträge überhaupt zu verhandeln. Hier wird eine Chance vertan für allgemeingültige Spielregeln innerhalb einer Branche zu sorgen und die Personalkosten wettbewerbsneutral zu stellen. Dumpinglöhne führen zu Armut in Arbeit und im Alter.

Die Vereinte Dienstleitungsgewerkschaft (ver.di) fordert für die 492.000 sozialversicherungspflichtig und 203.000 geringfügig Beschäftigten in dieser Entgeltrunde eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 6,5 Prozent, mindestens 163 Euro bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 100 Euro pro Monat erhöht werden. Darüber hinaus will die Gewerkschaft die Tarifverträge wieder für „Allgemeinverbindlich“ erklären lassen. Das bedeutet, dass Tarifverträge für alle Unternehmen und alle Beschäftigten der Branche verbindlich gelten.

Die Tarifverhandlungen werden am 9. Mai 2019 fortgesetzt.

 

1. Verhandlung Dietrich Hackenberg 1. Verhandlungsrunde
1. Verhandlung Dietrich Hackenberg 1. Verhandlung
1. verhandlung Dietrich Hackenberg Erste Verhandlungsrunde