Einzelhandel

Arbeitgeber legen inakzeptables Angebot vor

Tarifrunde 2019 Einzelhandel

Zweite Verhandlungsrunde im Einzelhandel

Die zweite Verhandlungsrunde für den Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen ist ohne Ergebnis geblieben. Zwar legten die Arbeitgeber ein erstes Angebot vor, dies wurde aber von der ver.di-Tarifkommission als „inakzeptabel“ bezeichnet und abgelehnt.

Das Angebot der Arbeitgeber sieht eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 1,5 Prozent ab dem 01. Mai 2019 und um weitere 1,0 Prozent ab dem 01. Mai 2020 vor. Außerdem beinhaltet es eine Laufzeit der Tarifverträge von 24 Monaten. Die Ausbildungsvergütungen sollen entsprechend der Lohn- und Gehaltserhöhungen jeweils mit dem Ausbildungsbeginn am 01. September angehoben werden.

Als Variante zu der Entgeltsteigerung bieten die Arbeitgeber an, das Urlaubsgeld zu erhöhen. Beispielsweise von derzeit 50 Prozent des Endgehalts der Verkäuferinnen (G1, letztes Berufsjahr, 1.289,50) auf 55 Prozent (G1, letztes Berufsjahr, 1.418,45 Euro) und dafür die Entgelterhöhungen im ersten Jahr von 1,5 Prozent auf 1,1 Prozent zu kürzen.

Die ver.di-Verhandlungsführerin Silke Zimmer bezeichnete das Angebot der Arbeitgeber als „inakzeptabel“: „Unabhängig davon, in welcher Variante, ist dieses ‚Angebot‘ insgesamt viel zu niedrig und bedeutet Reallohnsenkungen für die Beschäftigten, weil es noch nicht einmal die Preis-steigerung ausgleicht. Dies ist eine Provokation und wird ganz sicher zu Unruhe und Protesten in den Betrieben führen.“

ver.di fordert in dieser Tarifrunde eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 6,5 Prozent, mindestens aber 163 Euro bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Auszubildendenvergütungen sollen um 100 Euro steigen. Darüber hinaus wird die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge (AVE) gefordert. 

Die Tarifverhandlungen werden am 06. Juni in Düsseldorf fortgesetzt.

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