Einzelhandel

Keine Einigung im Einzelhandel

Tarifrunde Einzelhandel NRW 2019

3. Verhandlungsrunde im Einzelhandel endet ohne Ergebnis

ver.di kündigt weitere Streiks an

Die dritte Verhandlungsrunde im Einzelhandel NRW ist am heutigen Donnerstag (06. Juni) in Düsseldorf ohne Einigung beendet worden. Die Arbeitgeberseite legte ein nur marginal verbessertes Angebot vor.

„Das heutige Angebot der Arbeitgeber bedeutet weiterhin Reallohnverluste für die Beschäftigten. Damit sind wir immer noch weit entfernt von einem akzeptablen Angebot“, erklärte Silke Zimmer, ver.di Verhandlungsführerin. „Dieser Stillstand bei den Verhandlungen provoziert weitere Arbeitskampfmaßnahmen.“

In der dritten Verhandlungsrunde erhöhten die Arbeitgeber ihr bisheriges Angebot minimal von 1,5 auf 1,7 Prozent ab dem 1. Mai 2019 und von 1,0 auf 1,2 Prozent zum 1. Mai 2020. Eine Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge (AVE) für die gesamte Branche sowie eine Mindestanhebung als soziale Komponente lehnen die Arbeitgeber weiterhin kategorisch ab. Bewegung zeigten sie bei der Forderung nach einer überproportionalen Erhöhung der Auszubildendenvergütungen, jedoch ohne diese genau zu beziffern.

ver.di fordert 6,5 Prozent mehr, mindestens jedoch 163 Euro Lohn und Gehalt sowie eine um 100 Euro erhöhte Ausbildungsvergütung (Laufzeit 12 Monate) und die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge.

Die Tarifverhandlungen werden am 01.07.2019 in Düsseldorf fortgesetzt.