Handel NRW

Kampf für den Erhalt der Standorte von Galeria Karstadt Kaufhof

Bundesarbeitsminister besucht ver.di-Kundgebung vor Galeria Karstadt Kaufhof

Kampf bei Galeria Karstadt Kaufhof in Düsseldorf geht weiter

Starke Unterstützung der Politik

Zahlreiche Betriebsräte von Galeria Karstadt Kaufhof und Karstadt Sports aus ganz NRW trafen sich am Samstag in Düsseldorf, um weiter für den Erhalt ihrer Standorte und ihrer Arbeitsplätze zu kämpfen. Vor dem ehemaligen Kaufhof erhielten sie dabei prominente Unterstützung. Der Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel waren ebenso gekommen, wie die OB-Kandidaten der Grünen Stefan Engstfeld und der LINKEN Udo Bonn. 

Zunächst aber formulierten die Landesbezirksfachbereichsleiterin für den Handel in NRW Silke Zimmer und der Betriebsrat Wolfgang Grabowski des Hauses am Wehrhahn sowie Andreas Scholten vom Haus in der Schadowstraße und auch der stellvertretende Gesamtbetriebsratsvorsitzende Peter Zysik klare Forderungen. Zunächst muss alles dafür getan werden, dass alle Standorte erhalten bleiben. Wo das nicht erreicht werden kann, sollte es für alle Beschäftigten eine Zukunftsperspektive innerhalb des Unternehmens geben. Wenn auch das nicht erreicht wird, muss die eingerichtete Transfergesellschaft so finanziell ausgestattet werden, dass sie nicht nur die bislang geplanten sechs Monate Überbrückung absichern, sondern mindestens zwölf Monate.

Bezogen auf die Forderung nach dem Erhalt der Standorte konnte der Oberbürgermeister Thomas Geisel zumindest die Hoffnungen der Kolleginnen und Kollegen des Hauses in der Schadowstraße erhöhen. Er verkündete, dass ihm der Eigner von Galeria Karstadt Kaufhof René Benko telefonisch eine sehr große Chance auf den Erhalt dieses Hauses zugesichert habe. Es bleibt also noch abzuwarten, aber die Chancen für den Erhalt zumindest einer Filiale scheinen gestiegen zu sein. Ob es tatsächlich eine Zukunftsperspektive für die Beschäftigten des Hauses am Wehrhahn und der Karstadt Sports-Filiale gibt, ist dagegen noch völlig offen.

Bezogen auf die Dauer der Überbrückung durch eine Transfergesellschaft sicherte der Bundesarbeitsminister zu, dass der Bund seinen Anteil tragen würde, wenn sich auch das Land und der Eigner bewegen würden. Hier gilt es also weiter Druck zu machen.