Handel NRW

Konferenz vor eindrucksvoller Kulisse in Dortmund

Tarifrunde 2019 ausgewertet und auf anstehende Herausforderungen geblickt

Streikkonferenz in der Zeche Zollern

Viele Kolleginnen und Kollegen diskutieren mit Wissenschaft und Politik

Vor eindrucksvoller Kulisse in der Zeche Zollern in Dortmund haben am 13. September viele Kolleginnen und Kollegen die Streikkonferenz 2019 besucht. Nachdem sie mit dem Steigerlied begrüßt wurden, eröffneten die Landesbezirksleiterin Gabi Schmidt und die Bundesfachbereichsleiterin Stefanie Nutzenberger die Konferenz mit Grußworten. Gabi stellte die große Bedeutung der Branche heraus und Stefanie machte deutlich, dass Tarifabschlüsse im Handel nur durch aktive Kolleginnen und Kollegen möglich sind. Nur wenn diese auch bereit sind zu streiken, können die Arbeitgeber überhaupt bewegt werden.

Die Landesfachbereichsleiterin und Gastgeberin der Veranstaltung Silke Zimmer stellte in dem Hauptreferat klar, dass der Abschluss mit einer 3 vor dem Komma ein großer Erfolg ist, der nur dem Einsatz der Kolleginnen und Kollegen aus den Betrieben zu verdanken ist. Nun stehen aber neue Herausforderungen vor uns. Insbesondere der Kampf für die Allgemeinverbindlichkeit unserer Tarifverträge wird und muss weitergehen.

Dieses Thema wurde dann auch von den Talkgästen aus zahlreichen Betrieben des Einzelhandels und des Groß- und Außenhandels aufgegriffen. Sie betonten, dass sie zwar kämpferisch seien, aber auch die Unterstützung der Politik benötigten. Dies wurde auch von wissenschaftlicher Seite durch Prof. Dr. Thorsten Schulten bestätigt, der den Kampf für eine höhere Tarifbindung sowohl durch den Kampf der Beschäftigten von unten aber auch durch die Allgemeinverbindlichkeitserklärung durch die Ministerien als notwendig ansieht.

Die Landesschlichterin im Arbeitsministerium NRW Yvonne Sachtje nutzte dies, um darauf hinzuweisen, dass sich auch der NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann bereits für die AVE im Handel ausgesprochen habe. Zu welchen realen Folgen dies führt, blieb aber offen.

Es bleibt also an uns weiter für die AVE zu kämpfen. Die Streikkonferenz war jedenfalls ein erfolgreicher Schritt, um die gute Stimmung aus der Tarifrunde auch ins kommende Jahr zu übertragen.