Handel NRW

Stimmungsvoller Auftakt in Essen

Tarifrunde Einzelhandel

Stimmungsvoller Auftakt in Essen

Am Rande der ver.di-Branchenkonferenz Einzelhandel NRW hat die ver.di-Verhandlungskommission am 13. April mit einer ersten Protestaktion auf dem Willy-Brandt-Platz in der Essener Innenstadt auf die im Mai beginnende Tarifrunde im nordrhein-westfälischen Einzelhandel aufmerksam gemacht.

Die Aktion fand in der Mittagspause zwischen 12:30 und 13:30 Uhr statt. Die am 9. März durch die Tarifkommission beschlossene Forderung für die rund 700.000 Beschäftigten in NRW umfasst eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 4,5 Prozent plus 45 Euro im Monat.

Die Umsätze im NRW-Einzelhandel sind trotz der Pandemie im vergangenen Jahr real um 4 Prozent gestiegen. Die Branche hat damit im elften Jahr in Folge ein Umsatzwachstum zu verzeichnen.

„Dieses Umsatzplus ist der Arbeit der Beschäftigten im Einzelhandel zu verdanken. Ohne sie läuft nichts. Deshalb verdienen sie Respekt und Anerkennung, die sich auch im Geldbeutel bemerkbar machen muss."

Silke Zimmer, ver.di-Verhandlungsführerin für den Einzelhandel in NRW

Darüber hinaus fordert ver.di ein rentenfestes Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde und die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge im Einzelhandel, um Dumpinglohn-Geschäftsmodelle zum Nachteil der Beschäftigten zu verhindern.

Neben den Mitgliedern der ver.di-Verhandlungskommission nahm auch die Verhandlungsführerin für den nordrhein-westfälischen Einzelhandel, Silke Zimmer an der Protestkundgebung teil.

Der erste Verhandlungstermin findet am 5. Mai statt.

Kontakt: Heino Georg Kaßler, Gewerkschaftssekretär im Landesfachbereich Handel: 0175 2976712