Einzelhandel

Streik in Rheinberg und Werne

Amazon-Beschäftigte in NRW streiken diesmal bis Weihnachten durch

Weihnachtsstreiks bei Amazon

Nach mehreren dreitägigen Adventsstreiks sind die Beschäftigten bei Amazon in Rheinberg und Werne heute (Mittwoch, 21.12.) mitten im lukrativen Weihnachtsgeschäft nun in einen „Weihnachtsstreik“ getreten. Ziel der Streiks bis Heiligabend ist die Herstellung einer Tarifbindung an den Flächentarifvertrag des Einzelhandels. Das weltweit größte Online-Kaufhaus Amazon lehnt bisher jede Tarifbindung für seine Beschäftigten ab. Während der Arbeitsniederlegungen kommt es immer wieder zu einem Verkehrschaos vor dem Unternehmen. Dadurch wird die Aus- und Anlieferung von Waren über Stunden blockiert. „Die Streiks bedeuten für das Unternehmen ein konkretes Verlustgeschäft und verursachen chaotische Verhältnisse bei der Warenzustellung, auch wenn der Online-Händler nach außen das Gegenteil behaupten lässt“, erklärte Silke Zimmer, ver.di Fachbereichsleiterin für den Handel in NRW.

Die Entschlossenheit der Beschäftigten führte inzwischen dazu, dass in Rheinberg wiederholt unangekündigt aus dem laufenden Betrieb heraus gestreikt wurde. Das macht eine Umleitung von Warenströmen in andere Lager im europäischen Ausland zunächst unmöglich. Die Gewerkschaft ver.di berichtet zudem von vermehrten Eintritten in den NRW-Standorten während der letzten Wochen.