Aktuelles

Kundgebung und Demonstration in Dortmund

OT-Streiks als Start der Streikaktivitäten

Erfolgreicher Streik in nicht tarigebundenen Unternehmen

Kämpferische Rede auf der Streikkundgebung in Dortmund Nils Böhlke Silke Zimmer redet auf der Kundgebung
Streikende bei ihrer Ankunft auf der Kundgebung. Nils Böhlke Kundgebung in Dortmund

Kolleginnen und Kollegen aus dem nicht tarifgebundenen Unternehmen Amazon, dm, Toys "R" Us und Karstadt Sports demonstrierten am Mittwoch, den 12. April, auf einer zentralen Streikkundgebung in Dortmund dafür endlich auch in den Geltungsbereich der Flächentarifverträge zu kommen.

Mehr als 600 Menschen beteiligten sich an der Kundgebung und dem Demonstrationszug. Bereits zu Beginn der Veranstaltung konnte verkündet werden, dass in einem Unternehmen der Kampf für einen Anerkennungstarifvertrag an die regionalen Flächentarifverträge schon zum Erfolg geführt hat. Die Beschäftigten von Esprit hätten eigentlich auch zu der Kundgebung kommen sollen, aber da im letzten Moment eine Zusicherung von der Geschäftsführung kam, dass die Forderung von ver.di akzeptiert wird, blieben die Kolleginnen und Kollegen in ihren Märkten.

Neben der Forderung nach Anerkennungstarifverträgen in den betroffenen Unternehmen, war für die Kundgebungsteilnehmer auch die Allgemeinverbindlichkeitserklärung (AVE) der Tarifverträge des Einzelhandels ein zentrales Thema. "Einer für Alle - Alle für Einen!" schallte es durch die Dortmunder Innenstadt. Unter dem Motto "Einer für Alle! Tarifverträge, die für alle gelten!" finden gerade bundesweit Aktionen statt, damit die Tarifverträge  des Einzelhandels zukünftig nicht mehr nur in den tarifgebundenen Unternehmen gelten, sondern für alle Beschäftigte der Branche.

Die Veranstaltung in Dortmund war somit der Auftakt für weitere Streikaktivitäten in der Tarifrunde 2017.