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4 Betriebe - 1 Ziel: Tarifvertrag

4 Betriebe - 1 Ziel: Tarifvertrag

31. März 2015: Streik von Beschäftigten von Amzon Werne, Amazon Rheinberg, KiK Logistik und der Unternehmensgruppe Franz Kerstin

 

Gemeinsam für faire Tariflöhne!

Streikkundgebung mit dem ver.di-Vorsitzenden Frank Bsirske in Werne

Sie alle haben ein Ziel: Sie wollen faire Einkommen, gesichert durch einen Tarifvertrag und keine Dumpinglöhne.  Dafür streikten am Dienstag (31. März): Die Beschäftigten des Versandhändlers Amazon an den Standorten Werne und Rheinberg, die Beschäftigten des KiK-Zentrallagers in Bönen und die Beschäftigten der Firmengruppe Franz Kerstin in Soest.

Unter dem Motto „Wir zeigen Gesicht – für den Schutz durch Tarifvertrag – Schluss mit Bezahlung nach Gutsherrenart“ kamen über 550 Streikende zur zentralen Streikkundgebung nach Werne.

Nach einer stimmungsvollen und lautstarken Demonstration durch die Innenstadt Wernes sprach am Vormittag der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske auf einer Streikversammlung zu den Streikenden der Amazon-Standorte Rheinberg und Werne sowie der KiK Logistik GmbH Bönen und der Firmengruppe Franz Kerstin Soest. In beiden Unternehmen kämpfen die Beschäftigten ebenso wie bei Amazon um einen Tarifvertrag, bei KiK um die Tarifbindung des Einzelhandels, bei Franz Kerstin um die des Groß- und Außenhandels.

"In Soest, Bönen, Rheinberg, Werne, überall gibt es ein gemeinsames Ziel: Tarifverträge, die ein vernünftiges Leben und gute Arbeitsbedingungen ermöglichen. Wir geben keine Ruhe, solange es keine Tarifverträge gibt. Dieser Kampf hat die Solidarität der gesamten Organisation, er ist notwendig und richtig", sagte Bsirske. Der ver.di-Vorsitzende kritisierte den enormen Leistungsdruck, der auf die Amazon-Beschäftigten ausgeübt wird: "Die Beschäftigten werden nicht wie Menschen, sondern wie Roboter behandelt."

Die Landesbezirksleiterin von ver.di in NRW, Gabriele Schmidt, bekräftigte das Anliegen der Beschäftigten in ihrer Rede: "Wir haben es nicht überall mit den gleichen Arbeitgebern zu tun, aber mit Arbeitgebern, die überall das gleiche Verhalten an den Tag legen: die Missachtung ihrer Beschäftigten!". Schmidt folgerte: "Diese Arbeitgeber haben immer noch nicht begriffen, dass man den Ast nicht absägt, auf dem man sitzt, sonst würden sie die Beschäftigten besser behandeln." Daher sei der Streik der Beschäftigten bei Amazon, KiK und Franz Kerstin umso wichtiger. Denn sie seien Vorbild für die Beschäftigten, die sich noch nicht trauen.

Ein Streikender brachte es in einem Grußwort an die übrigen Streikteilnehmenden in seinen Worten auf den Punkt: "Wir streiken für besser Arbeitsbedingungen und Tarifverträge. Das ist das Schönste, was es gibt auf der Welt."

Hier geht's zu einem Video von der Demonstration in Werne: Video

Streik in Werne @Hackenberg Streik in Werne