Handel NRW

Tarifrunde Einzelhandel

Streikende schicken starkes Signal an die Arbeitgeber

2.000 Streikende in Essen

Beschäftigte fordern faire Lohnerhöhungen
Kennedyplatz Dietrich Hackenberg Streikkundgebung in Essen

Über 2.000 Streikende aus Einzelhandelsbetrieben des Landes haben heute (24.05.) in Essen ein starkes Signal an ihre Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde geschickt: Wir lassen uns nicht mit Almosen abspeisen. Wir wollen eine faire Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen und die Wiedereinführung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge.

ver.di-Verhandlungsführerin Silke Zimmer: „Die Arbeitgeber des Einzelhandels in NRW haben in der ersten Verhandlungsrunde mit ihrem Angebot mehr als ent-täuscht. Zwei Nullmonate, dann 1,5 Prozent und in einem zweiten Schritt 1 Prozent und das bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Damit wollen sie die Beschäftigten mit einem Almosen in Höhe von 23 Cent in diesem Jahr ab-speisen. Auf dieses „Angebot“ haben sie nun die richtige Antwort der Beschäftigten erhalten. Wenn die Arbeitgeber sich am Verhandlungstisch nicht bewegen, wird die heute Streikversammlung nur der Auftakt einer ganzen Reihe weiterer Streiks und Aktionen in den nächsten Tagen und Wochen sein. Die Arbeitgeber haben es selbst in der Hand“.

ver.di fordert für den nordrhein-westfälischen Einzelhandel eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 1 Euro pro Stunde. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 100 Euro im Monat angehoben werden. Darüber hinaus will die Gewerkschaft die Tarifverträge wieder für „Allgemeinverbindlich“ erklären lassen. Das bedeutet, dass Tarifverträge für alle Unternehmen und alle Beschäftigten verbindlich gelten.

Die Tarifverhandlungen für den nordrhein-westfälischen Einzelhandel werden am 1. Juni in Düsseldorf fortgesetzt.

 

Streikzug Dietrich Hackenberg Streikzug durch Essen